© zernezenergia2020© parc naziunal svizzer© parc naziunal svizzer© parc naziunal svizzer© cumün zernez
© zernezenergia2020
© parc naziunal svizzer
© parc naziunal svizzer
© parc naziunal svizzer
© cumün zernez

Vision

Kühnes Leuchtturmprojekt

Vor 100 Jahren haben weitsichtige Visionäre den Schweizerischen Nationalpark gegründet. Die Gemeinde Zernez hat sich zum Jubiläum ein spezielles Geschenk ausgedacht. Sie will bis 2020 ihren gesamten gebäudebezogenen Energiebedarf aus eigener Produktion decken und die daraus resultierende CO2-Bilanz auf Null senken. Eine Pioniertat, wie es vor 100 Jahren die Gründung des Nationalparks war, und ein ebenso mutiger Schritt zu Gunsten der Umwelt.

Ob und wie dieses ambitionierte Ziel erreicht werden kann, wird momentan, im Projekt «Zernez Energia 2020» in Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Forschungsteam der ETH Zürich sowie privaten Firmen erforscht.

Kommission

Die Kommission «Zernez Energia 2020»

Auf kommunaler Ebene wird das Projekt durch eine eigens dafür konstituierte Kommission gesteuert, die monatlich tagt. Sieben, von der Gemeinde gewählte Kommissionsmitglieder zeichnen sich verantwortlich für das Vorantreiben des Projektes in der Gemeinde Zernez. Die Kommission «Zernez Energia 2020» setzt sich wie folgt zusammen:

Emil Müller – Kommisions- und Gemeindepräsident
Conrad Roland – Mitglied (Finanzen)
Duschletta Jon – Mitglied (Öffentlichkeitsarbeit)
Fasani Marco Richard – Mitglied
Gaudenz Jachen - Miglied und Gemeindevorstandsmitglied
Hew Florian – Mitglied
Könz Jon Andrea – Mitglied
Rodigari Roland – Mitglied (Leiter Infrastruktur)

Gruber Sandrina – (Koordination)

Forschungsprojekt

Forschungsmodule und Pilotprojekte

Das Forschungsprojekt «Zernez Energia 2020» umfasst drei Forschungsmodule und zwei Pilotprojekte, die mögliche Wege zur Erreichung der hochgesteckten Ziele aufzeigen sollen. Gesamthaft streben sie die fossile Unabhängigkeit der Gemeinde an. Modul A entwickelt Konzepte zur Reduktion des gebäudebezogenen Energieverbrauchs. Modul B prüft die Potenziale für die erneuerbare Energieproduktion auf Gemeindegebiet und entwickelt eine Strategie für die lokale Energieversorgung. Modul C integriert die Resultate der ersten beiden Module in eine Gesamtstrategie zur nachhaltigen Ortsentwicklung und fasst die Ergebnisse in einem Aktionsplan zusammen.

Pilotprojekte «Röven 8» und «Dorfmitte»

Die Gemeinde setzt auf zwei Pilotprojekte. Im Pilotprojekt «Dorfmitte» soll ein detaillierter strategischer Masterplan für die nachhaltige Entwicklung der Ortsmitte erarbeitet werden. Beim Pilotprojekt «Röven 8» werden Ansätze zur nachhaltigen Ortsentwicklung mit vorbildlichen Sanierungsmassnahmen und erneuerbarer Energieproduktion kombiniert und anhand des Umnutzungsprojekts einer für Zernez typischen Liegenschaft aus den 1870er Jahren exemplarisch umgesetzt.
«Röven 8» steht für die Realisierung des Genossenschaftsprojekts «Chüra e Vita a Zernez» mit dezentraler Pflege und «Wohnen im Alter». Im Zusammenspiel von energetischen Sanierungsmassnahmen, denkmalschutzgerechter Ausführung und den baugesetzlichen Bestimmungen wird hier ein beispielhafter Umgang mit historischer Bausubstanz aufgezeigt.  
Anlässlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten des SNP im Sommer 2014 wird in «Röven 8» eine in den Bauablauf integrierte Projektausstellung zu sehen sein. Anhand aktueller Zwischenergebnissen aus dem Forschungsprojekt wird allgemeinverständlich aufgezeigt, welche Wege zur Erreichung der angestrebten Ziele möglich sind.

Wie es dazu kam

Mit einem Kredit von 50‘000 Franken für die nötigen Vorarbeiten ausgestattet, macht sich der Gemeindevorstand 2011 auf die Suche nach technischer und wissenschaftlicher Hilfe. Fündig werden sie bei der ETH in Zürich. Das Energy Science Center (ESC) der ETH Zürich stellt dem Projekt in der Folge ein interdisziplinäres Forschungsteam zur Seite. Zusammen mit der ETH und den privaten Partnern reicht die Gemeinde 2012 das Forschungsprojekt beim Bund ein. Die Kommission für Technologie und Innovation des Eidgenössischen Volksdepartements (KTI) unterstützt das Projekt «Zernez Energia 2020» und übernimmt Ende 2012 rund 427‘000 Franken der Projektkosten von insgesamt 890‘000 Franken.